Zahnradpumpen werden für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt. Für Einsätze in der Ölhydraulik oder für Schmierölanwendungen reicht es in der Regel aus, die Wellenabdichtung mittels eines Wellendichtrings zu gestalten. Auch Gleitringdichtungen finden vielfach Anwendung in Zahnradpumpen. Es gibt allerdings auch Einsatzfälle, bei denen der Einsatz von Magnetkupplungen sinnvoll oder sogar notwendig ist.
Dies gilt für diese Herausforderungen:
- Das Medium ist giftig und ein Austritt in die Atmosphäre muss unbedingt vermieden werden.
- Das Medium kristallisiert oder härtet in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit aus. Ein Kontakt zwischen Fördermedium und Luftfeuchtigkeit muss ausgeschlossen werden.
- Die Pumpe ist schwer zugänglich für Servicearbeiten. Ein langlebiger Einsatz ohne Austausch von Wellenabdichtungen ist notwendig.
- Bei hohem Eintrittsdruck und einer internen Verbindung zwischen Pumpeneintritt und Wellenabdichtung hat eine Magnetkupplung je nach Spalttopfmaterial und -ausführung eine deutlich höhere Druckfestigkeit als andere Wellenabdichtungen.
Für die Auslegung der passenden Magnetkupplung werden folgende Informationen benötigt:
- Abmessungen von Anschlussflansch (antriebsseitig) und Antriebswelle der Pumpe, um eine Konstruktion des Adapterflansches vornehmen zu können.
- Technisches Datenblatt mit Angabe der Motorbaugröße, Polzahl und Antriebsleistung sowie Maßzeichnungen der vorgesehenen Antriebsmotoren (auch als Step-Datei möglich). Mit Hilfe dieser Daten wird die Größe der Magnetkupplung bestimmt und Pumpenträger sowie die Nabe des Außenrotors definiert.
- Angabe, ob fixe Drehzahl oder Einsatz eines Frequenzumrichters. Bei Frequenzumrichterbetrieb Angabe des Drehzahlbereichs.
- Art, Temperatur und Viskosität der Fördermedien.
- Angabe von maximalem Eingangs- und Ausgangsdruck.
